Wissenschaftler am NMI in Reutlingen, am Max-Planck-Institut für terrestrische Mikrobiologie (MPIterMic) in Marburg und an der Universität Tübingen haben eine neue Strategie zur nahezu vollständigen Markierung zellulärer Strukturen für die hochauflösende Mikroskopie entwickelt. In einer Studie, die jetzt in Nature Communications veröffentlicht wurde, verwendeten die Autoren einen hochaffinen, Fluorophor-konjugierten Nanobody zur Detektion von Zielproteinen, die eine kurze und nicht-störende Peptid-Sequenz (Peptid-Tag) tragen. Damit werden Zielstrukturen in Zellen hoch effizient markiert und lassen sich mit geringstem räumlichen Abstand optisch auflösen.Die direkte…
Der zweiteilige Komet "Chury" könnte nach einem heftigen Zusammenstoss grösserer Körper entstanden sein. Solche Kollisionen gab es auch in einer späteren Phase unseres Sonnensystems - womit der Komet viel jünger sein kann als angenommen. Dies zeigen Computersimulationen einer internationalen Forschungsgruppe mit Beteiligung der Universität Bern.In den Computersimulationen liess das Forschungsteam grosse Kometenkerne heftig aufeinanderprallen und untersuchte, was danach geschah. "Die Berechnungen zeigten, dass sich ein grosser Teil des Materials in vielen kleineren Körpern ansammelt", erklärt Martin Jutzi vom Center for…
Bestimmte weiße Blutkörperchen schützen uns vor Bakterien, indem sie sie auffressen. Was genau danach passiert, konnte ein Forscherteam um Prof. Dr. Lars I. Leichert, Leiter der Arbeitsgruppe Biochemie der Mikroorganismen, Prof. Dr. Konstanze Winklhofer von der Abteilung für Molekulare Zellbiologie der Ruhr-Universität Bochum sowie Prof. Dr. Andreas Meyer von der Universität Bonn dank neu entwickelter Fluoreszenzproteine erstmals unter dem Mikroskop beobachten. Die Bakterien werden von den Immunzellen mit einem Giftcocktail überschüttet, der unter anderem Chlorbleiche enthält.Das führt innerhalb von Sekunden…
Ob ein Zebrafinken-Weibchen ein Männchen als Paarungspartner wählt, hängt ganz vom Balzgesang des Männchens ab. Welche Gehirnregionen entscheiden, ob das Liebesgezwitscher zur Wahl des Partners führt, haben Forscher der Universiteit Antwerpen, der McGill University in Montreal und der Ruhr-Universität Bochum untersucht. Sie analysierten die Hirnaktivität der Vögel mit funktioneller Kernspintomografie und identifizierten eine entscheidende Region, die wie ein Knotenpunkt fungiert.Die Ergebnisse berichten die Forscherinnen und Forscher, darunter Kaya von Eugen und Prof. Dr. Dr. h. c. Onur Güntürkün vom Bochumer…
Forscher aus Würzburg und London haben den Grundstein für ein neues Gebiet der Nano-Optik gelegt: Ihnen ist es gelungen, die Kopplung zwischen Licht und Materie bei Raumtemperatur unter Kontrolle zu bringen.Wenn Wissenschaftler im Journal Science Advances publizieren, darf man davon ausgehen, dass sie eine besonders aufregende Neuerung präsentieren. Physiker der Julius-Maximilians-Universität Würzburg (JMU) sind aktuell in diesem Journal vertreten: Ihnen ist es mit britischen Kollegen gelungen, Licht und Materie bei Raumtemperatur zu koppeln und diesen Zustand zu kontrollieren.Treiben die Forscher…
Innsbrucker Experimentalphysiker haben gemeinsam mit Theoretikern aus Innsbruck und Hannover erstmals sogenannte Rotonen in einem Quantengas nachgewiesen. Diese Quasiteilchen wurden für die Beschreibung der seltsamen Eigenschaften von supraflüssigem Helium eingeführt. Die im Fachmagazin Nature Physics veröffentlichte Arbeit beschreibt ähnliche Phänomene in einem Quantengas und ebnet den Weg zu einem besseren Verständnis paradigmatischer Zustände von Quantenflüssigkeiten wie Suprafestkörpern.Suprafluidität wurde vor über 80 Jahren in flüssigem Helium entdeckt und ist ein nicht leicht verständliches Phänomen, in dem sich Quantenphysik und Teilchenwelle-Dualismus auf…
Die Verwitterung großer Mengen kleiner Steine könnte helfen, Treibhausgase in der Atmosphäre zu reduzieren. Für gewöhnlich ist Verwitterung ein langsamer natürlicher Prozess, bei dem Mineralien CO2 chemisch binden. Als hochskalierte Technologie könnte sie allerdings auch für sogenannte negative Emissionen nutzbar werden, um so Klimarisiken zu begrenzen. Doch das Potenzial zur Reduktion von Treibhausgasen ist begrenzt und würde, um wirtschaftlich machbar zu sein, zusätzlich eine starke CO2-Bepreisung erfordern. Das zeigt eine erste umfassende Analyse der Kosten und Potenziale, die jetzt in…
Auch der Energiestoffwechsel innerhalb von Zellen folgt dem Rhythmus der inneren Uhr. Wie das genau funktioniert, zeigt eine Studie der Universität Basel, die erstmals die Wechselbeziehung zwischen dem zirkadianischen Rhythmus und dem mitochondrialen Netzwerk beleuchtet.In unserem Körper ticken unzählige, genetisch gesteuerte innere Uhren, zum Beispiel in den Zellen der Leber, der Nieren, und des Herzens. Sie leiten unter anderem viele Stoffwechselprozesse in die Wege, damit diese zur optimalen Tageszeit ablaufen.Eine wichtige Rolle bei diesen Prozessen in den Zellen spielen die…
Wie kombiniert man verschiedene Elemente in einem Kristall? An der TU Wien wurde nun eine Methode entwickelt, bisher unerreichbar hohe Anteile von Fremdatomen in Kristalle einzubauen.Wer einen Kuchen bäckt, kann die Zutaten in fast beliebigem Mengenverhältnis zusammenfügen – sie werden sich immer mischen lassen. In der Materialchemie ist die Sache komplizierter.Oft möchte man die physikalischen Eigenschaften eines Materials verändern, indem man einen gewissen Anteil eines zusätzlichen Elements hinzufügt. Allerdings gelingt es nicht immer, die gewünschte Menge in die Kristallstruktur des…
Die Nil-Insel Sai im heutigen Nordsudan war vor rund 3.500 Jahren zunächst nur ein schlichter militärischer Vorposten im Süden Ägyptens. In der Regierungszeit von Pharao Tutmosis III. wurde sie zu einem kulturell durchmischten Zentrum für den Handel mit Gold. Diese Entwicklung konnten Ärchäolog/innen der Österreichischen Akademie der Wissenschaften in einem START- und ERC-Projekt erstmals nachzeichnen.Auf ihren Feldzügen gegen das antike Nubien im heutigen Sudan hatten die alten Ägypter im zweiten Jahrtausend v. Chr. den Ort Sai als Stützpunkt ausgewählt. Zwischen…
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