Wenn Böden austrocknen, hat das einen negativen Einfluss auf die Aktivität von Bodenbakterien. UFZ-Forscher konnten nun mithilfe modernster Analyse- und bildgebender Verfahren zeigen, dass Pilze die Aktivität von Bakterien in ausgetrockneten und nährstoffarmen Habitaten erhöhen, indem sie sie mit Wasser und Nährstoffen versorgen. Die Fähigkeit der Pilze, Trockenstress in Böden zu regulieren und so für den Erhalt von Ökosystemfunktionen zu sorgen, ist gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels eine wichtige Erkenntnis.Als feines Geflecht dünner Fäden – sogenannter Hyphen – durchziehen…
Dazu haben die Forscher Wurzeln der Arabidopsis thaliana (Ackerschmalwand) aus verschiedenen Regionen Schwedens gesammelt und untersucht, wie diese bei Eisenmangel wachsen. Dazu verwendeten die Forscher eine Technik, die „Genome Wide Association Mapping“ heißt. Sie fanden dabei Unterschiede zwischen den Pflanzen in einem Gen namens FRO2. Dieses Gen lässt Pflanzen unter Eisenmangel entweder schneller oder langsamer wachsen. Das Gen FRO2 findet sich in allen Pflanzen. Diese Entdeckung kann es daher ermöglichen Pflanzen zu züchten, die auch in Gegenden mit geringem Eisenverkommen…
Bakterien bauen in Süsswasserseen einen grossen Teil des klimaschädlichen Methans ab, bevor es in die Atmosphäre gelangen kann. Jetzt zeigt eine Studie im Rotsee und im Zugersee, dass dabei nicht die bekannten Methanfresser die Hauptarbeit leisten, sondern eine bisher nur von Trinkwasseruntersuchungen bekannte, fädige Bakterienart.Sinkt totes organisches Material in einem See oder im Meer auf den Grund, entsteht beim Abbau der Biomasse Methan. Ein Teil davon gelangt über die Wasseroberfläche in die Atmosphäre, wo es als Klimagas wirkt. Ein anderer…
Neue Fossilien und Steinwerkzeuge aus Jebel Irhoud (Marokko) belegen den Ursprung des heutigen Menschen vor etwa 300.000 Jahren in Afrika. Diese Fossilien sind rund 100.000 Jahre älter als die ältesten bislang bekannten Homo sapiens-Funde und dokumentieren, dass bereits vor zirka 300.000 Jahren wichtige Veränderungen im Aussehen und Verhalten des modernen Menschen in ganz Afrika stattgefunden haben.Ein internationales Forscherteam unter der Leitung von Jean-Jacques Hublin vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie (Leipzig) und Abdelouaded Ben-Ncer vom Nationalen Institut für Archäologie (INSAP, Rabat,…
Im Kofferraum türmen sich die Einkaufstaschen. Versuche ich, alle auf einmal ins Haus zu tragen oder gehe ich lieber zweimal? Um diese Entscheidung zu fällen, bedarf es einer Kosten-Nutzen-Abwägung: Wenn ich nur einmal gehe, benötige ich mehr Kraft, bin aber schneller fertig, gehe ich zweimal, ist es leichter, dauert aber länger. Wenn wir uns zwischen alternativen Handlungen entscheiden, berücksichtigen wir immer auch die Kosten, die damit verbunden sind, in dem Fall die subjektiv empfundene Anstrengung. Um zu verstehen, wie Menschen…
Gemeinsam mit Forschern der Bundesanstalt für Materialforschung und -prüfung (BAM) in Berlin haben Chemiker der Johannes Gutenberg-Universität Mainz (JGU) ein molekulares Thermometer entwickelt. Als Inspiration dafür diente der Edelstein Rubin. Allerdings handelt es sich bei dem Thermometer aus der Gruppe von Prof. Dr. Katja Heinze am Institut für Anorganische Chemie und Analytische Chemie um ein wasserlösliches Molekül und nicht um einen unlöslichen Feststoff wie der bekannte Edelstein. Dieses Molekül enthält aber wie Rubin das Element Chrom, das ihm die rote…
Nanokristalle, die nass-chemisch, also in einer Lösung hergestellt wurden, stecken heute schon unter anderem in den neusten TV-Bildschirmen. Eine Forschergruppe um PD Dr. Christian Klinke vom Institut für Physikalische Chemie der Universität Hamburg hat nun eine spezielle Eigenschaft in solchen Nanostrukturen nachgewiesen: In Bleisulfid-Nanoplättchen kann zirkular-polarisiertes Licht Elektronen ausrichten und einen orientierten Strom erzeugen. Damit sind in Zukunft günstigere und leistungsfähigere Transistoren und Computerchips bei gleichzeitig geringerem Stromverbrauch denkbar. Die Forschungsergebnisse wurden jetzt in der Fachzeitschrift „Nature Communications“ veröffentlicht.Nanomaterialien sind…
Neues Bioinformatikwerkzeug detektiert inkorrekte Datensätze in rasantem Tempo. Das von einem deutschen Wissenschaftlerteam unter der Federführung des zoologischen Forschungsmuseums Alexander Koenig – Leibniz-Institut für Biodiversität der Tiere (ZFMK) in Bonn neu entwickelte Binoinformatikwerkzeug TaxCI deckt in rasanter Geschwindigkeit Fehlerquellen auf, die bei der Validierung von DNA-Barcodes entdeckt werden.Nun können potentielle Mängel, die zum Beispiel durch eine fehlerhafte Artbestimmung oder durch eine Verunreinigung einer Probe entstanden sind, in den riesigen Barcode-Datensätzen schnell und sicher detektiert werden – und zwar noch bevor…
Die Plattentektonik im Indischen Ozean und die Anpassung von Organismen an die besondere Lichtsituation der Tiefsee stehen im Mittelpunkt der nächsten Expedition des Forschungsschiffs SONNE. Unter der wissenschaftlichen Fahrtleitung des GEOMAR Helmholtz-Zentrums für Ozeanforschung Kiel wird das 2014 in Dienst gestellte Schiff dabei erstmals im Indischen Ozean operieren. Vor dem Auslaufen aus Fremantle (Australien) präsentieren Crew und Wissenschaft das Schiff außerdem der australischen Öffentlichkeit bei einem Open-Ship.Ein ganzer Ozean und mehrere Klimazonen trennen heute den Kontinent Antarktika und den Subkontinent…
Unter dem Nachwuchs von Nachtigallen wird einer Studie zufolge etwa jedes fünfte Küken fremdgezeugt, es stammt also von einem anderen als dem sozialen Vater, der sich an der Jungenaufzucht beteiligt. Wie die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern unter Leitung von Dr. Conny Landgraf von der Freien Universität Berlin und dem Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung erstmals nachwiesen, korrelierte die Wahrscheinlichkeit, ein oder mehrere Fremdküken im Nest zu haben, stark mit der Anzahl direkter Nachbarn.Darüber hinaus ergaben sich Hinweise darauf, dass der Gesang…
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