Zu wissen, wo oben und unten ist, ist für alle Lebewesen wichtig. Für Pflanzen, deren Wurzeln in die Erde und Blüten über dem Boden wachsen, würde eine falsche Polarisierung eine Reihe von Problemen verursachen. In Pflanzen hängt die Polarisierung des gesamten Organismus davon ab, dass jede einzelne Zelle polarisiert wird. Die Zellteilung stört jedoch die Polarisierung. Wie die Polarität wiederhergestellt wird, war unbekannt - bis jetzt. Forscher des Institute of Science and Technology Austria (IST Austria) haben ein Teil des…
Die durch menschliche Aktivitäten verursachte Umweltzerstörung kann zu dramatischen Verlusten von Arten in der Tier- und Pflanzenwelt führen. Es ist jedoch nur sehr wenig darüber bekannt, ob und wie sich die biologische Vielfalt nach dem Stopp der Verschmutzung und der Säuberung der Ökosysteme erholen kann. Wie viele Süßwasserseen litt auch der Bodensee, einer der größten Seen Europas, Mitte des 20. Jahrhunderts unter sogenannter Eutrophierung, der hohen Nährstoffbelastung durch Landwirtschaft und Abwasser. Eine Studie der Universitäten Konstanz und Glasgow (Schottland, Großbritannien)…
Was passiert beim Lesen von Textaufgaben und Betrachten physikalischer Diagramme? Damit befasst sich das Team um Juniorprofessor Dr. Pascal Klein in der Gruppe von Professor Jochen Kuhn von der Didaktik der Physik an der Technischen Universität Kaiserslautern (TUK). Es nutzt dabei Eye-Tracker, eine Technik, die Blickbewegungen auf Bildschirmen erfasst und analysiert. Um das Lese- und Lernverhalten zu untersuchen, gibt es im Fachbereich Physik an der TUK seit kurzem ein eigenes Eye-Tracking-Labor, das eyePL (eyePhysics Lab). Das Team um Klein hat…
Die Existenz von Gegenständen mit einem Computer kontrollieren zu können, ist eine Vision, die unter dem Schlagwort „Ultimate Display“ seit mehr als 50 Jahren die IT-Forschung fasziniert. Doch erst heute rückt dieses Ziel in Reichweite. An der Universität Bayreuth arbeiten Prof. Dr. Jörg Müller und sein Team an einem Verfahren, mit dem sich die räumliche Position winziger Partikel mit hoher Präzision steuern lässt. Ihre neueste Entwicklung haben sie vor kurzem auf einer Konferenz in Tokio vorgestellt: den LeviCursor, der kleine…
In Eisbärenserum konnten kanadische und US-amerikanische Wissenschaftler jetzt mit einer neuen, empfindlicheren Messmethode zahllose chlorierte und fluorierte Substanzen nachwiesen, darunter viele bislang unbekannte polychlorierte Biphenyle. Die Konzentration dieser Metabolite im Serum ist laut der Arbeit, die in der Zeitschrift Angewandte Chemie veröffentlicht wurde, während der letzten Jahrzehnte entgegen den Erwartungen nicht zurückgegangen. Bei vielen langkettigen fluorierten Alkylsulfonsäuren wurde sogar ein steter Anstieg beobachtet.Eisbären sitzen am oberen Ende der arktischen Nahrungskette. Was immer Fisch und andere Meeresbewohner aufnehmen, kann sich letztlich…
Forscher haben einen neuen effizienten Katalysator für die Synthese sogenannter aromatischer Amine entwickelt, die zentrale Bausteine in vielen Medikamenten und Pflanzenschutzmitteln sind. Das System benötigt weniger Energie als herkömmliche Katalysatoren und ist selektiver, sodass auch weniger Abfallstoffe bei der Reaktion anfallen. Die Teams um Prof. Dr. Viktoria Däschlein-Gessner und Prof. Dr. Lukas Gooßen, die an der Ruhr-Universität Bochum im Rahmen des Exzellenzclusters Ruhr Explores Solvation kooperieren, berichten die Ergebnisse in der Zeitschrift Angewandte Chemie, online vorab veröffentlicht am 19. November…
Erkenntnisse eines Forschungs-Teams unter Leitung der Universität Kassel erweitern Photoionisations-Experimente, die in der Experimentalphysik eine wichtige Rolle spielen. Die Ergebnisse, die kürzlich in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht wurden, können weitreichende Relevanz für eine Vielzahl dieser Experimente haben, besonders an Freie-Elektronen-Lasern.Die Photoelektronenspektroskopie gehört zu den wichtigsten und aufschlussreichsten Methoden der Experimentalphysik. Dabei werden Moleküle oder Atome, zum Beispiel in Groß-Forschungsanlagen, mit intensivem Licht beschossen; sie geben dadurch negativ geladene Elektronen ab. Die Analyse der emittierten Elektronen erlaubt Rückschlüsse auf die…
Wissenschaftler haben früher aufgezeichnete Daten der Gravitationswellendetektoren LIGO und Virgo genauer durchforstet und dabei vier neue Signale aufgespürt. Sie stammen alle aus der Verschmelzung von Paaren schwarzer Löcher. Auch dieses Mal haben die Forschenden am Max-Planck-Institut für Gravitationsphysik in Potsdam und Hannover entscheidende Beiträge in Schlüsselbereichen zu den Beobachtungen und ihrer Interpretation geleistet.Während der ersten beiden Beobachtungsläufe hatte der Detektor LIGO in den USA sechs Verschmelzungen von Paaren zweier schwarzer Löcher sowie einen Crash zweier Neutronensterne registriert. Die nun aus…
Aktuelle Untersuchungen von AWI-Forschern zeigen, dass sich die Überlebenschancen für den Nachwuchs wichtiger Fischarten im Nordatlantik dramatisch verschlechtern, falls das 1,5°C Ziel des Pariser Klimaabkommens nicht erreicht wird. Bei unverminderter Erwärmung und Versauerung der Meere wären der Kabeljau und sein arktischer Verwandter – der Polardorsch – gezwungen sich neue Lebensräume im Hohen Norden zu suchen. Ihre Bestände könnten schrumpfen. Betroffen wären nicht nur die Kabeljaufischer in Norwegen, Island oder Russland, sondern auch arktische Robben, Seevögel und Wale, für die der…
Wie andere Organismen auch müssen sich Bakterien ständig unter ungünstigen Lebensbedingungen bewähren. Forscher des Max-Planck-Instituts für Evolutionsbiologie in Plön haben zusammen mit Kollegen aus Finnland herausgefunden, dass sich Bakteriengemeinschaften langsamer und weniger effizient an ihre Umwelt anpassen, sobald sie zwei Stressfaktoren anstatt nur einem ausgesetzt sind. Grund dafür sind Mutationen in verschiedenen Genen. Die langsamere Evolution führt dazu, dass sich weniger Bakterien entwickeln. Die Evolution kann also unterschiedliche Wege einschlagen, wenn mehrere Stressfaktoren einen Organismus belasten.Bakterien leben selten alleine, sie…
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