Das Gehirn besteht aus einer Vielzahl unterschiedlicher Typen von Nerven- und Gliazellen. Da sie alle das gleiche Erbgut besitzen, muss diese Vielfalt auf den von ihnen gebildeten Proteinen beruhen. Für einen bestimmten Zelltyp konnte die Gesamtheit der Proteine – das sogenannte Proteom –bislang nicht bestimmt werden. Wissenschaftler der Max-Planck-Institute für Hirnforschung und für Biophysik in Frankfurt haben nun neue Methoden entwickelt, mit denen sie Änderungen im Proteom in einem bestimmten Zelltyp erkennen können. Sie veröffentlichen diese Ergebnisse und deren Bedeutung…
Um die Barrierefunktion der Haut zu gewährleisten, bedarf es einer gegenseitigen Regulierung von Verbindungen zwischen Hautzellen und einem Rezeptor für Wachstumsfaktoren. Die Erkenntnisse können helfen, die Folgen von entzündlichen Hautkrankheiten sowie der verminderten Hautbarrierefunktion im Alter zu verringern. Der Mechanismus wurde von Wissenschaftlern um Carien Niessen vom Exzellenzcluster CECAD für Alternsforschung in Köln beschrieben. Ihre Ergebnisse sind in der Fachzeitschrift Nature Communications veröffentlicht.Die Oberhaut ist unser wichtigster Schutz vor der Außenwelt. Unsere Fähigkeit zu überleben, hängt davon ab, dass sie…
Phasenumwandlungen gehören zu den alltäglichen physikalischen Phänomenen, die uns beim Schmelzen, Gefrieren, Verdampfen oder Kondensieren begegnen. Änderungen des Aggregatzustandes sind jedoch nur eine spezielle Form der Phasenumwandlung; in vielen Materialien gibt es darüber hinaus auch Übergänge zwischen verschiedenen Kristallstrukturen. Diese verschiedenen „Phasen“ haben häufig sehr unterschiedliche mechanische, elektronische und magnetische Eigenschaften. Forscher der Universität Göttingen stellen nun in der Fachzeitschrift Nature Physics eine neue Methode vor, mit der die ultraschnelle Umwandlung zwischen solchen Phasen an Oberflächen beobachtet werden kann.Umwandlungen zwischen…
 Damit wir uns in unserer Umgebung zurechtfinden und schnelle Entscheidungen treffen können, muss das menschliche Gehirn in kurzer Zeit viele Informationen verarbeiten. Wie genau es den gigantischen Datenstrom beherrscht, den unsere Sinnesorgane liefern, ist noch nicht vollständig erforscht. Um die Funktionsweise des Gehirns besser zu verstehen, wollen Forschende der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, die biologische Informationsverarbeitung technisch nachbilden. Anhand optischer Täuschungen haben sie jetzt gezeigt, wie sich Wahrnehmungsprozesse in einem Schaltkreis aus nanoelektronischen Bauelementen simulieren lassen. Ihre Ergebnisse erschienen in der…
Ein zukünftiger Quantencomputer, welcher „Quantenbits“ oder kurz Qubits benutzt, wäre in der Lage, Rechenprobleme zu lösen, an welchen konventionelle Computer scheitern. Derzeit laufen massive Anstrengungen, Quantenprozessoren mit mehr als einer Handvoll solche Qubits zu realisieren. Die Herausforderung dabei besteht darin, dass sich die Qubits mit zunehmender Anzahl gegenseitig stören und damit die Quali-tät der Rechenergebnisse abnimmt. Forscher der Johannes-Gutenberg Universität Mainz (JGU) um Prof. Dr. Ferdinand Schmidt-Kaler und Dr. Ulrich Poschinger haben die Operation eines Registers aus vier Qubits, bestehend…
So wie wir aus der Informationsflut in sozialen Medien das für uns Wichtige herausfiltern, arbeiten auch Körperzellen. Im ständigen Kampf gegen Parasiten, Viren oder Krebs selektieren sie Informationen für das Immunsystem. Das geschieht durch eine hochkomplexe molekulare Maschinerie, deren Arbeitsweise Biochemiker der Goethe-Universität und des Max-Planck-Instituts für Biophysik zusammen mit Forschern der Universität Halle aufgeklärt haben.Status-Updates aus dem Inneren der Zelle erhält das Immunsystem an deren Oberfläche. Dort präsentieren bestimmte Proteine, sogenannte MHC I-Moleküle, die Information in Form kleiner Proteinbruchstücke.…
Sie ist eine der komplexesten Maschinen in lebenden Zellen – die RNA-Polymerase II (Pol II). Als molekulare „Kopiermaschine“ erledigt sie den ersten Schritt auf dem Weg vom Gen zum Protein: eine Abschrift der genetischen Bauanleitung zu erstellen, die mRNA. Diesen Kopiervorgang nennt man Transkription. Wissenschaftler am Max-Planck-Institut (MPI) für biophysikalische Chemie in Göttingen konnten jetzt die dreidimensionale Struktur der Pol II zusammen mit allen weiteren wichtigen Faktoren des Transkriptionsstarts – den sogenannten Prä-Initiationskomplex (PIC) – in atomarem Detail aufklären. Die…
Die Haut von Insekten ist in der Regel mit wasserabweisenden Kohlenwasserstoffen überzogen. Das bewahrt die kleinen Tiere vor dem Austrocknen und vor Krankheitserregern. Meistens ist diese Schutzschicht bei jeder Insektenart ganz spezifisch zusammengesetzt – so entsteht ein chemisch eindeutiges Profil, über das sich die Angehörigen einer Art gegenseitig erkennen können.Das Kohlenwasserstoff-Profil variiert aber nicht nur aus Gründen der Kommunikation. Neue Erkenntnisse aus dem Biozentrum der Universität Würzburg zeigen: Bei Grabwespen ändert sich die Zusammensetzung der Schutzschicht je nach Art der…
Astronomen haben mit dem ALMA-Observatorium in Chile kalten Staub um unseren nächsten Nachbarstern Proxima Centauri entdeckt. Der Staub befindet sich in einem Gürtel, der Proxima Centauri in der ein- bis vierfachen Entfernung zwischen Sonne und Erde umgibt. Darüber hinaus deuten die Daten auf einen noch kühleren Staubgürtel hin, der sich weiter außen befindet, was ein Hinweis auf ein komplexeres Planetensystem sein könnte. Die Strukturen ähneln den deutlich größeren Gürteln im Sonnensystem und sind wohl aus Gesteins- und Eispartikeln entstanden, aus…
Neue Forschungsergebnisse der University of Queensland in Australien bestätigen, dass Schlafmangel sich auf unsere Gehirnaktivität auswirkt. Neben Leistungsschwächen und mangelnder Konzentrationsschwierigkeit konnte eine Verbindung zwischen Alzheimer und Schlafmangel nachgewiesen werden.Obwohl es sich beim Schlafen so anfühlt, als hätte man „abgeschaltet“, ist das Gehirn keinesfalls inaktiv. Durch die Untersuchung der Muster von Gehirnaktivitäten konnte herausgefunden werden, dass das Gehirn während des Schlafs zwei Hauptmuster aufzeigt: Den REM-Schlaf ("rapid eye movement") und die Tiefschlafphase. Die Tiefschlafphase, die hauptsächlich zu Beginn der Nacht…
Seite 9 von 100

Fortbildungen

Um unsere Webseite für Sie optimal zu gestalten und fortlaufend verbessern zu können, verwenden wir Cookies. Durch die weitere Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.
Weitere Informationen zu Cookies erhalten Sie in unserer Datenschutzerklärung.